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e-Book Reader Vergleich

 

Wer sich momentan für einen guten e-Book Reader entscheidet, hat die Qual der Wahl. Heute müssen Sie nur noch knapp 50 Euro investieren, um einen einfachen eBook Reader zu erhalten (z.B. der normale Kindle). Auf der technischen Seite konnte sich die E-Ink-Technik durchsetzen, die das klassische LCD-Display ablöste und somit die Inhalte sehr scharf und kontrastreich präsentiert. Wer mehr Leistung benötigt, muss auch tiefer in die Tasche greifen. Die besten Geräte am Markt liegen knapp über 100 Euro in der Anschaffung.

E-Ink-Displays sind das Maß aller Dinge

Die meisten reinrassigen eBook Reader kommen mit einen E-Ink-Display daher. Nur noch wenige Hersteller arbeiten noch mit einer veralteten Display-Technik, zumal die E-Ink Technik sich besonders durch eine kontrastreiche und energiesparende Technologie präsentiert. Akkulaufzeiten von teilweise mehreren Wochen mit einer einzigen Ladung sind keine Seltenheit auf dem Markt. Heute lassen sich die aktuellen Geräte in zwei Klassen einteilen, dabei existieren rund 100 verschiedene Modelle auf dem Markt.


Den Anfang machte die Gruppe von Geräten, die sich besonders an Einsteiger richtet. Die untere Preisgrenze liegt bei ca. 50 Euro. Dafür gibt es dann eine vernünftige Darstellung des Textes und in den meisten Fällen eine intuitive Benutzerführung. In diesem günstigen Preissegment gibt es eine ganze Reihe von unterschiedlichen Modellen.

Das Referenzgerät kommt aus dem Hause Amazon. Der normale Kindle bietet für seinen niedrigen Preis immerhin ein leistungsstarkes E-Ink-Display, eine Online-Anbindung über WLAN, sowie die Integration in ein umfangreiches System von Amazon. Dies ist aber auch gleichzeitig ein Nachteil, denn das Amazon-System ist in sich geschlossen und bietet nur bedingt Zugang für andere Anbieter. Durch den Verzicht auf das Adobe DRM (Digital Rights Management), lassen sich eBooks von anderen Portalen nicht auf den Kindle einspielen, auch die Online-Leihe der öffentlichen Büchereien bleibt dadurch den Zugang zur Amazon-Welt verwehrt. Dies gilt aber auch für alle anderen Geräte aus der Kindle-Familie.

Die besten eBook Reader am Markt

In der Referenzklasse kommen leistungsstärkere Geräte zum Einsatz, die deutlich mehr an Ausstattung zu bieten haben. Fast alle Geräte bieten hier vergleichbare Ausstattungsmerkmale. Der Preis in dieser Klasse liegt zwischen 100 Euro und 150 Euro.

Auch hier liegt momentan Amazon mit seinem Kindle Paperwhite klar an der Spitze. Mit der neuesten Generation des Kindles präsentiert das Referenzmodell erstmals ein sogenanntes E-Ink-Carta-Display auf den Markt, was gegenüber dem normalen E-Ink-Display bei der Darstellung und dem Kontrast deutlich die Konkurrenz in die Schranken verweist.

Gefolgt wird der Kindle Paperwhite von dem Kobo Aura, dem Pocketbook Touch Lux und dem Tolino Shine. Dabei ist der Tolino aus einer Kooperation von mehreren deutschen Unternehmen entstanden und konnte sich so innerhalb weniger Monate am Markt festsetzen. Alle drei Geräte verfügen neben einem leistungsstarken 6 Zoll-Display, einer integrierten Online-Anbindung via WLAN noch zusätzlich über ein beleuchtetes, berührungsempfindliches Display.

Besondere Funktionalitäten bei jedem eReader

Jedes der Top-Geräte bietet seine individuellen Besonderheiten. Der Kindle Paperwhite greift mit Abstand auf das größte Angebot von deutschsprachigen und anderssprachigen E-Books zu. Zudem gibt es vielfältige Ergänzungen und technischen Möglichkeiten (Cloud, Synchronisierung zwischen unterschiedlichen Geräten, diverse Apps für die wichtigsten Plattformen). Zudem bietet der Paperwhite mit das beste Display am Markt. Dafür lassen sich andere Anbieter durch ein abweichendes E-Book-Format nur schwer integrieren.

Der Kobo Aura überzeugt besonders durch sein tolles Outfit und eine sehr leistungsstarke Hardware (Display). Zudem gibt es hier einige interessante Funktionen, die andere Geräte nicht bieten. So lassen sich beispielsweise ausgesuchte Artikel im Internet mit dem Gerät synchronisieren. Ferner lassen sich weiterführende Informationen (Beyond the Book) zu einzelnen Buchtiteln abrufen, sofern Daten bereitgestellt wurden. Einen ähnlichen Dienst bietet Amazon mit X-Ray ebenfalls an.

Dafür kostet der Aura auch knapp 150 Euro. Eine Alternative von dem gleichen Hersteller wäre auch der Kobo Glo, zumal der Kobo Aura erst in diesen Tagen ausgeliefert wird.

Eher unbekannt am Markt ist der Pocketbook Touch Lux, der momentan knapp 140 Euro kostet. Immerhin war der eReader eines der ersten Geräte mit einer integrierten Beleuchtung. Dafür lässt sich das Gerät vielfältig anpassen (z.B. frei belegbare Tasten) und ist daher besonders für ambitionierte Bastler geeignet. Zudem bietet der Pocketbook eReader als einziges der Geräte einen Kopfhörer-Anschluss und lässt die Wiedergabe von MP3-Dateien zu. So können auch Hörbücher genutzt werden. Ferner bietet der Reader auch eine Text-to-Speech-Funktionalität, um sich Texte vorlesen zu lassen. Die vielfältige Funktionalität geht leider an einigen Stellen zu Lasten der intuitiven Benutzerführung.

Den Abschluss in der Top-Gruppe bildet der Tolino Shine. Er ist mit einem Preis von 99 Euro der günstige Reader im Feld. Dafür muss der Anwender einige Abstriche in der Funktionalität (kein Twitter-Anbindung,) machen, wobei durch ein Update vor einigen Tagen einige Funktionen deutlich nachgebessert wurden.

Zwei Nachzügler im Angebot

Etwas abgeschlagen in der Oberklasse präsentieren sich die eBook Reader aus dem Hause Sony und Trekstor. Der aktuelle Reader PRS-T3 von Sony setzt zwar neue Maßstäbe, wenn es darum geht, die betreffenden Texte zu verwalten und zu präsentieren. Auch das Display bietet hervorragende Werte. Zudem lässt die Firmware auf dem eReader kaum Wünsche offen, doch leider verzichtet der PRS-T3 gänzlich auf eine integrierte Beleuchtung.

Dies ist aber in der Oberklasse der Reader bei einem Preis von über 100 Euro längst zur Standardausstattung avanciert. Durch dieses fehlende Merkmal verliert der Sony PRS-T3 deutlich an Boden in dem heiß umkämpften Markt. Mit einer integrierten Beleuchtung könnte der PRS-T3 leicht den Markt erobert.

Gleiches gilt für den Trekstor Pyrus 2 LED. Er ist zwar mit knapp 80 Euro deutlich günstiger, doch fehlen ihm einige wichtige Funktionalitäten, um in der oberen Liga auf den vorderen Plätzen mitzuspielen. So verzichtet der Trekstor auf ein leistungsstarkes E-Ink Display und wirft somit nur rund 800×600 Pixel bei der Auflösung in die Waagschale. Dieses Manko kann auch die integrierte Beleuchtung des Displays nicht wettmachen. Zudem bietet das Gerät weder ein Touchscreen noch eine Online-Anbindung via WLAN. Für dieses Leistungsangebot ist der eReader einfach zu teuer und kann mit den Besten dieser Klasse nicht mithalten.

Für welches Geräte sollen Sie sich entscheiden?

Wer 100 Euro oder mehr für einen eBook Reader ausgeben kann, der hat momentan die Qual der Wahl. Rund fünf bis sechs Geräte buhlen um den interessierten Kunden. Doch neben der finanziellen Komponente und der technischen Ausstattung spielt noch ein weiteres Merkmal bei der Wahl des eReader eine entscheidende Rolle: das betreffende Ökosystem, in dem der betreffende eReader angesiedelt ist. Noch immer versuchen die einzelnen Anbieter ihr Terrain gegenüber anderen Herstellern klar abzugrenzen.

Wer sich für ein bestimmtes Gerät entscheidet, bindet sich indirekt auch an das umgebende Ökosystem des jeweiligen Anbieters. Wer sich beispielsweise für einen Kindle entscheidet, der kann meist auch nur E-Books aus dem Amazon Angebot nutzen und synchronisieren.

Gleiches gilt auch für die anderen Anbieter. Beim Tolino Shine geht diese Anbindung sogar so weit, dass zwischen den einzelnen Anbietern des Readers noch immer kein Abgleich der Daten und der gekauften E-Books möglich ist.

Daher ist die Entscheidung für einen bestimmten Reader auch gleichzeitig eine Entscheidung für den angebundenen Shop. Wer also bereits Kunde bei Amazon ist, sollte sich dann auch für einen Kindle entscheiden. Gleiches gilt auch für andere Anbieter und deren Geräte.

Vier Top-Geräte am Markt

Grundsätzlich kann man sich für jedes der Top-Geräte entscheiden. Hier macht man bei einem Kauf nichts falsch. Momentan ist der Kindle Paperwhite das ausgewogenste Angebot am Markt. Hier bekommt man das beste Display, eine ausgereifte Software und das größte E-Book-Angebot. Wer sich dann noch den Preisnachlass als Prime-Kunde sichern kann, sollte sofort zugreifen. Für preisbewusste Kunden ist der Tolino Shine eine interessante Alternative, auch wenn besonders die Funktionalität im Vergleich zum Kindle und den anderen Top-Geräten deutlich abfällt.

Wer den höheren Preis nicht scheut und dafür auf spezielle Funktionen wert legt, findet mit dem Kobo Aura oder dem Pocketbook Touch Lux das passende Angebot. Dabei punktet der Kobo mit dem angeschlossenen Shop und besonderen Lese-Funktionen. Pocketbook Touch Lux ist eher für ambitionierte Anwender geeignet, der mehr als nur E-Books lesen will und viele unterschiedliche Anpassungen vornehmen möchte. Auf gleicher Augenhöhe rangiert auch der Sony PRS-T3, der leider auf die integrierte Beleuchtung verzichtet.

Findige Nutzer können natürlich mit Hilfe von speziellen Konvertern E-Books und Dokumente zwischen den verschiedenen Systemen austauschen, doch dies bedeutet auf jeden Fall einen gewissen Aufwand.

Tipp: Wer sich nicht wirklich für ein bestimmtes Gerät entscheiden kann, sollte aufmerksam die Angebote der einzelnen Anbieter durchforsten. Mit speziellen Angeboten werben die Hersteller für ihre eBook Reader. Beispielsweise wirbt Amazon momentan für Prime-Kunden mit einem Nachlass von 30 Euro. Auch der Reader von Sony ist zur Zeit in einigen Shops deutlich günstiger im Angebot.

Die Alternative: ein Tablet

Wer noch etwas mehr ausgeben möchte und sich nicht nur auf das Lesen von elektronischen Büchern konzentrieren möchte, kann auch den Kauf eines Tablet-PCs in Erwägung ziehen. Besonders die neuen Geräte von Amazon (Kindle Fire HDX) und Apple (iPad mini) können mit sehr guten Auflösungen und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten punkten. Dafür müssen Sie, je nach Ausstattung und Anbieter, mindestens 230 bis 400 Euro investieren. Zudem kann kein Display eines Tablets die Möglichkeit bieten, bei strahlendem Sonnenschein das Lesen von Text ohne jegliche Reflexion zu gewährleisten.

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